Casino sperren lassen Deutschland: So funktioniert die Selbstsperre

Die Möglichkeit, sich selbst aus Casinos sperren zu lassen, ist ein wichtiger Bestandteil der Spielsuchtprävention in Deutschland. Betroffene können sich freiwillig auf eine Sperrliste setzen lassen, um den Zugang zu Glücksspielanbietern zu blockieren. Dies gilt sowohl für Online-Casinos als auch für Spielhallen vor Ort.

Die Selbstsperre ist kostenlos und rechtlich bindend. Sobald die Sperre aktiv ist, dürfen keine Spiele angeboten und keine Gewinne ausgezahlt werden. Es gibt verschiedene Sperrdauer und mehrere Stellen, über die man sich sperren lassen kann.

Formen der Selbstsperre in Deutschland

In Deutschland gibt es verschiedene Arten der Selbstsperre: Die OASIS-Sperrdatei für Online-Anbieter, die Sperrung bei einzelnen Casinos und die Sperre über die Bundeszentrale für Jugendmedienschutz. Jede hat unterschiedliche Reichweiten und Verfahren.

Die OASIS-Liste gilt für alle staatlich lizenzierten Online-Casinos. Wer sich dort einträgt, wird automatisch bei allen Anbietern gesperrt. Die Sperre kann für drei Monate, ein Jahr oder bis zu fünf Jahre beantragt werden. Eine lebenslange Sperre ist nicht möglich, aber nach Ablauf verlängerbar.

Wie beantragt man eine Selbstsperre?

  • OASIS-Sperrdatei für Online-Casinos
  • Sperre über einzelne Anbieter
  • Festlegung der Sperrdauer
  • Ausweiskopie für Identitätsprüfung
  • Keine Gewinnauszahlung während der Sperre

Der Antrag erfolgt meist online oder per Post. Bei OASIS wird ein Formular ausgefüllt und mit Ausweiskopie eingereicht. Die Bearbeitung dauert einige Werktage. Nach Bestätigung wird der Zugang zu allen lizenzierten Casinos gesperrt.

Einzelne Anbieter bieten auch interne Sperren an. Diese gelten nur für das jeweilige Casino. Für eine umfassende Wirkung ist die OASIS-Sperre jedoch die beste Wahl. Die Sperrung ist verbindlich – ein Umgehen hat rechtliche Konsequenzen.

Psychologische und rechtliche Aspekte

Die Selbstsperre ist kein Heilmittel, sondern ein Schutzmechanismus. Sie gibt Betroffenen Zeit, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Viele nutzen die Sperre, um eine Therapie zu beginnen oder Beratungsstellen aufzusuchen.

Rechtlich ist die Sperre bindend für alle lizenzierten Anbieter. Wer trotzdem spielt, riskiert keinen Straftatbestand, aber auch keine Ansprüche auf Gewinne. Die Sperre zeigt einen klaren Willen zur Kontrolle – ein wichtiger Schritt zur Verantwortung.

Häufige Fragen

Ist die Selbstsperre kostenlos?

Ja, die Selbstsperre über OASIS oder einzelne Anbieter ist kostenlos. Es fallen keine Gebühren für die Registrierung oder Verlängerung an.

Wie lange dauert die Sperre?

Sie kann zwischen drei Monaten und fünf Jahren gewählt werden. Nach Ablauf kann sie erneut beantragt werden.

Gilt die Sperre auch für Live-Casinos vor Ort?

Nein, die OASIS-Sperre gilt nur für Online-Anbieter. Für Spielhallen und Casinos vor Ort gibt es gesonderte Meldeverfahren, oft über die Landessperrdateien.

Spielen Sie verantwortungsvoll. Glücksspiel kann süchtig machen. Setzen Sie ein Limit und hören Sie auf, wenn es kein Vergnügen mehr ist. Ab 18.